Good News! – Endodontie funktioniert!

In den letzten Jahrzehnten ist das allgemeine Gesundheitsbewusstsein in unserer Gesellschaft stark angestiegen. Gesunde Ernährung und Fitness sind im Trend. Der eigene Körper wird trainiert und gepflegt. Dies trifft auch auf die erhöhte Bedeutung gesunder Zähne zu.
Trotzdem können endodontische Therapien ihr negatives Image nicht so recht ablegen. Patienten und leider auch Zahnärzte/innen bevorzugen oft viel zu schnell die Extraktion, als dass eigentlich sehr erfolgversprechende zahnerhaltende Maßnahmen ergriffen werden.

Durch den Einsatz von neuen Materialien, Techniken und optischen Vergrößerungshilfen kann die Prognose konventioneller Endodontie deutlich verbessert werden. Die Langzeit-Erfolgsraten der konventionellen Wurzelbehandlung können so zwischen 85% bis 95% liegen. Ein chirurgisches Vorgehen sollte in Erwägung gezogen werden, wenn eine periapikale Läsion trotz gewissenhafter Wurzelbehandlung nicht ausheilt. Die Verwendung von Ultraschallaufbereitungsgeräten und Operationsmikroskop kann die Prognose auf über 90% langfristigen Erfolg steigern.

Good news! Das bedeutet, wir können den überwiegenden Anteil an devitalen Zähnen entzündungsfrei in unserem Mund behalten und müssen diese nicht gegen eine Schraube aus Titan eintauschen oder die Nachbarzähne zu Brückenpfeiler beschleifen.

Jedenfalls bleibt es unsere vordringliche Aufgabe als Zahnärzte/innen entzündliche Veränderungen, seien sie periapikal oder parodontal lokalisiert, zu behandeln. Neben der Erhaltung der Zähne und des alveolären Knochens sollten wir uns aber auch um eine gesunde orale Mikroflora unserer Patienten sorgen.

Wir laden ich Sie ein, sich für die Verbesserung und Entwicklung der endodontischen Therapien einzusetzen. Besuchen Sie entsprechende Fortbildungen und verbessern Sie Ihre Technik zum Wohle der Patienten und im Sinne Ihrer eigenen Zufriedenheit über Ihr Können und Wissen.

 

ddrcp

Dr. Karl Schwaninger

Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Endodontie