Offener Brief

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Obwohl man mich nicht als typischen Endodonten bezeichnen würde, da ich neben konventionellen Wurzelkanalbehandlungen vor allem endodontische Chirurgie und Implantatchirurgie betreibe, habe ich nun die Präsidentschaft der ÖGENDO übernommen.
Meine Motivation stammt aus der tiefen Überzeugung, dass das beste Implantat immer noch der eigene Zahn ist, und dass in unserem Land zu wenig die, Mühe und auch Zeit sparenden Techniken, moderner Endodontie eingesetzt werden.
Und diese sind in hohem Maße effektiv! Endodontische Mikrochirurgie mit retrograder Präparation der Wurzelkanäle mit Piezo-Ultraschall steigert die langfristige Erfolgsrate von ehemals 50% auf über 90%. Ähnliches gilt für die Umsetzung neuer Therapiestrategien in der konventionellen Endodontie.
Wie wir das in der Steiermark bereits erfolgreich begonnen haben, soll nun bundesweit die Regionalisierung vorangetrieben werden. Wir wollen noch weitere lokale Communities bilden, die ermuntert werden, Fallbesprechungen, Systemvorstellungen und auch lokale Fortbildungsveranstaltungen zu organisieren und anzuregen.
Die Pressearbeit soll intensiviert werden, einerseits um auf unwissenschaftliche und irreführende Berichte in den Medien zu reagieren, als auch um ausgewogen und seriös den Fortschritt der Endodontie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Schließlich werden wir uns insgesamt für eine solide und praxisgerechte Ausbildung im Bereich Endodontie für die Österreichischen Zahnärztinnen und Zahnärzte engagieren.
Hiermit lade ich Sie ein, sich bei uns zu melden und aktiv mitzumachen!

Christof Pertl & der Vorstand der ÖGE